Berner Fachhochschule
Methodische Entwicklung und wissenschaftliche Validierung der Bewertungslogik
ProjectRadar macht schwer greifbare organisatorische und kommunikative Risiken von Bau- und Immobilienprojekten sichtbar – bevor sie zu Kosten, Verzögerungen und Konflikten führen.
Ein digitales Analyse- und Steuerungsinstrument für komplexe Bau- und Entwicklungsprojekte.
Geplanter Start · 1. Januar 2027
noch 80Tage 00Stunden 00Minuten 00Sekunden
Das Problem
Bau- und Immobilienprojekte werden technisch, terminlich und finanziell detailliert geplant. Gleichzeitig beeinflussen Faktoren wie Kommunikation, Stakeholder, gemeinsame Zielvorstellungen, Prozesse, Nutzung oder Flexibilität den Projekterfolg wesentlich.
Diese Faktoren sind häufig schwer messbar und werden deshalb oft erst dann sichtbar, wenn ihre Auswirkungen bereits spürbar sind.
Mit diesen Auswirkungen
ProjectRadar macht diese Faktoren strukturiert erfassbar, vergleichbar und steuerbar.
Das System
ProjectRadar analysiert Bau- und Entwicklungsprojekte entlang von neun Dimensionen, die einen wesentlichen Einfluss auf den Projekterfolg haben.
Aus Projektparametern, dem spezifischen Projektumfeld und dem aktuellen Projektstatus entsteht ein strukturiertes Gesamtbild der Anforderungen, Risiken und Handlungsfelder eines Projekts.
Je weiter aussen ein Wert liegt, desto höher sind die Anforderungen, die das Projektumfeld an die entsprechende Dimension stellt.
Kostenlose Kurzanalyse
Bereits die kostenlose Kurzanalyse schafft eine erste strukturierte Einschätzung des Projekts.
Anhand der Projektparameter ermittelt ProjectRadar die Projektkomplexität und zeigt, welche der neun Dimensionen für das konkrete Vorhaben besonders relevant sind.
Die Analyse zeigt, dass das Projekt insgesamt sehr anspruchsvoll ist. Mehrere Dimensionen weisen hohe Anforderungen auf, die für den Projekterfolg entscheidend sind und eine vorausschauende Steuerung erfordern.
Kommunikation in Bauvorhaben umfasst den Austausch zwischen Projektbeteiligten und externen Anspruchsgruppen wie Anwohnenden, Behörden und politischen Akteuren. Sie schafft Verständnis für das Vorhaben, fördert die Zusammenarbeit, unterstützt die Einhaltung von Vorgaben und trägt zur Akzeptanz sowie zu einem reibungslosen Projektablauf bei.
Die vertiefte Analyse
Die vertiefte Analyse geht einen entscheidenden Schritt weiter. Neben den grundlegenden Projektparametern berücksichtigt ProjectRadar das spezifische Projektumfeld und den aktuellen Projektstatus.
Dadurch wird sichtbar, wie hoch die tatsächlichen Anforderungen an ein Projekt sind, wo das Projekt diesen bereits gerecht wird – und wo daraus Risiken entstehen.
Zeigt je Dimension die mit den Projektparametern erreichten Punkte im Verhältnis zu den maximal möglichen Parameterpunkten.
Zeigt je Dimension die mit den für das Projekt zulässigen Umfeldfragen erreichten Punkte im Verhältnis zu den maximal möglichen Punkten dieser zulässigen Umfeldfragen.
Führt Projektparameter und Umfeld zusammen: erreichte Parameter- und Umfeldpunkte werden gemeinsam ins Verhältnis zu den entsprechenden maximal möglichen Punkten gesetzt. Zusätzlich wird der Projektstatus als eigene Spinne innerhalb der Anforderungsspinne dargestellt.
Management Summary
ProjectRadar verdichtet die Analyse zu einem Management Summary. Es zeigt den aktuellen Leistungsgrad des Projekts im Verhältnis zu seinen Anforderungen und macht sichtbar, in welchen Dimensionen besonderer Handlungsbedarf besteht.
Der Overall Score zeigt den aktuellen Leistungsgrad des Projekts im Verhältnis zu den Anforderungen. Das Projekt weist im Verhältnis zu den Anforderungen erhebliche Lücken auf. In mehreren Bereichen besteht deutlicher Entwicklungsbedarf.
Solide strategische Basis, aber die projektentscheidenden Themen Kommunikation und Stakeholder Management sind aktuell die grössten Risiken – hier liegt der dringendste Handlungsbedarf.
Es besteht das Risiko, dass eine unklare oder unstrukturierte Kommunikation die Wahrnehmung des Projekts negativ beeinflusst. Dies kann Unsicherheiten im Umfeld verstärken und die öffentliche Diskussion unnötig zuspitzen.
Es besteht das Risiko, dass relevante Anspruchsgruppen nicht ausreichend frühzeitig identifiziert und eingebunden werden. Dadurch können Konflikte, Widerstände oder politische Interventionen im späteren Projektverlauf zunehmen.
Es besteht das Risiko, dass das Projekt nur begrenzt auf neue Anforderungen, Rückmeldungen oder veränderte Rahmenbedingungen reagieren kann.
Für das Projekt besteht bereits eine tragfähige strategische Grundlage. Die wesentlichen Zielsetzungen sind definiert und bieten eine klare Orientierung für die weitere Entwicklung.
Das angestrebte Zielbild wurde bereits weitgehend konkretisiert und schafft eine gemeinsame Orientierung für die beteiligten Akteure.
Die bestehenden Prozesse schaffen bereits eine solide Grundlage für eine effiziente Projektsteuerung. Verantwortlichkeiten und Abläufe sind weitgehend geklärt.
Dimension im Detail
Jede relevante Dimension wird vertieft betrachtet. Die Analyse verbindet die Anforderungen des Projekts mit dem aktuellen Status und zeigt, welche Faktoren und Arbeitsfelder das Risiko treiben.
Stakeholder Management identifiziert und bindet alle relevanten Interessengruppen ein. Ziel ist es, Unterstützung zu gewinnen, Erwartungen zu berücksichtigen und Konflikte frühzeitig zu erkennen und zu lösen, um den Projekterfolg zu sichern.
Die grössten Herausforderungen eines Projekts liegen oft nicht in der Architektur oder Planung, sondern bei den Menschen, die davon betroffen sind. Werden Interessen, Erwartungen und Konflikte nicht aktiv bearbeitet, bauen sich Widerstände häufig über längere Zeit unbemerkt auf. Sichtbar werden sie oft erst dann, wenn wichtige Projektinhalte in Frage gestellt oder zusätzliche Forderungen gestellt werden. Dadurch steigt der Aufwand, tragfähige Lösungen zu finden, und wichtige Entscheide verzögern sich zunehmend.
Berücksichtigt werden jene Arbeitsfelder, deren Risikoeinstufung kritisch oder hoch ist.
| Arbeitsfeld | Risikoeinstufung |
|---|---|
| Stakeholder- & Dialogmanagement | Kritisch |
| Politische Strategie & Prozessbegleitung | Hoch |
| Nutzer- & Transformationsmanagement | Relevant |
Aus Analyse wird Handlung
ProjectRadar übersetzt die Analyse in konkrete, priorisierte Aufgaben. Offene Tasks werden danach geordnet, wann sie im Projektverlauf bearbeitet werden müssen.
Aufgaben, deren vorgesehene Projektphase bereits überschritten ist.
Aufgaben, die in der aktuellen Projektphase relevant sind.
Aufgaben, die als Nächstes vorbereitet werden müssen.
Sortierung: Arbeitsfeldrelevanz → Task-Relevanz → Dringlichkeit.
| Arbeitsfeld | Task / Nachweis | Dringlichkeit |
|---|---|---|
| Projektkommunikation & Medien | Kommunikationsstrategie und Positionierung entwickeln | Überfällig |
| Projektkommunikation & Medien | Kernbotschaften, Sprachregelungen und Projekt-Q&A erarbeiten | Überfällig |
| Stakeholder- & Dialogmanagement | Konfliktpotenziale bewerten und Stakeholder-Mapping erstellen | Überfällig |
| Stakeholder- & Dialogmanagement | Stakeholder, Interessen, Einfluss und Betroffenheit analysieren | Überfällig |
| Krisen- & Eskalationsmanagement | Krisenvorsorge- und Eskalationskonzept entwickeln | Jetzt bearbeiten |
| Politische Strategie & Prozessbegleitung | Politische Strategie und Positionierung entwickeln | Jetzt bearbeiten |
| Risiko-, Chancen- & Szenariomanagement | Risiken und Chancen identifizieren, bewerten und priorisieren | Jetzt bearbeiten |
| Behörden-, Bewilligungs- & Verfahrensmanagement | Verfahrenswege, Einreichungsstrategie und Verantwortlichkeiten festlegen | Demnächst beginnen |
So entsteht aus der Analyse eine konkrete Grundlage für die weitere Projektsteuerung.
Zwei Analysetiefen
Entwicklungsstand
ProjectRadar ist aus der Praxis entstanden und wird derzeit zum digitalen Analyse- und Steuerungsinstrument weiterentwickelt.
Die Bewertungslogik, die neun Dimensionen, die Analyse- und Berichtsstruktur sowie die Systematik der Arbeitsfelder und Tasks sind entwickelt. Die technische Umsetzung des digitalen Produkts ist in Arbeit.
Für wen
ProjectRadar richtet sich insbesondere an Akteure, die Bau- und Entwicklungsprojekte beurteilen, entwickeln oder steuern.
Diese Seite richtet sich in ihrer heutigen Form auch an Institutionen, die für Entwicklung, Forschung, Förderung oder Finanzierung relevant sind.
Entwicklung & Zusammenarbeit
ProjectRadar verbindet Praxiserfahrung aus Bau- und Entwicklungsprojekten mit strukturierter Methodik und digitaler Technologie.
Methodische Entwicklung und wissenschaftliche Validierung der Bewertungslogik
Forschungskooperation Digitalisierung im Bauwesen und datenbasierte Entscheidungssysteme
ProjectRadar wird von einem Innosuisse-Mentor begleitet. Der Innocheque ist bewilligt. Im Anschluss folgt der Antrag für ein Innosuisse-Projekt mit BFH und ZHAW, das Praxiserfahrung mit wissenschaftlicher Methodik verbindet und eine strukturierte Datenerhebung über reale Projekte ermöglicht.
Teilnahme am Studentenmodul Startup Consulting und an der FHNW Startup Challenge
Über uns
ProjectRadar wurde von Viviane Gutzwiller und Philippe Fürstenberger initiiert, die gemeinsam Wir vor Ort führen.
ProjectRadar basiert auf der langjährigen Praxiserfahrung von Wir vor Ort aus zahlreichen Bau- und Entwicklungsprojekten sowie komplexen Organisationen. Als Beratungsunternehmen begleitet Wir vor Ort Projektteams in Kommunikation, Stakeholder Management und Projektsteuerung – dieses Erfahrungswissen bildet die Grundlage der Methodik.
Die Idee entstand aus der langjährigen Arbeit mit komplexen Bau- und Entwicklungsprojekten: Immer wieder beeinflussen Faktoren wie Kommunikation, Stakeholder, Strategie, Prozesse oder Nutzung den Projekterfolg wesentlich – lassen sich mit klassischen Projektsteuerungsinstrumenten aber nur schwer abbilden.
Mit ProjectRadar wird dieses Erfahrungswissen in eine strukturierte, digitale Methodik übersetzt.
Kontakt
Wir freuen uns über den Austausch mit Unternehmen, Hochschulen, Forschungspartnern, Förderinstitutionen und Investoren, die ProjectRadar kennenlernen, begleiten oder gemeinsam mit uns weiterentwickeln möchten.
Kontakt aufnehmen